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Wenn die Bausubstanz feucht ist oder wird, können sich
Mikroorganismen vermehren. Diese Mikroorganismen benötigen
Feuchtigkeit und als Nährstoffquelle verwendbare organische
Substanzen. Staubablagerungen oder Verschmutzungen am Mauerwerk
sowie Baustoffe aus organischem Material oder mit organischen
Zuschlägen führen zu mikrobiellem Wachstum, wenn Feuchtigkeit
hinzukommt.
Die Schimmelpilzsanierung muss daher neben einer Bestandsaufnahme
zur Beurteilung von Art und Ausmaß von mikrobiellem Wachstum
an Bauteilen sinnvollerweise auch die Identifizierung und
Beseitigung der Feuchtequelle beinhalten (s. Schimmelpilz-Sanierungs-Leitfaden,
Umweltbundesamt 2005, www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/2951.pdf).
Auch die Gebäudetechnik kann Ursache von mikrobiellen Belastungen
in Gebäuden sein. Unzureichende Wartungen von Raumlufttechnischen
Anlagen (RLT-Anlagen), Kontaminationen der Bausubstanz durch
undichte Abwasserleitungen sowie die Bildung von Biofilmen
in Frischwasserleitungen sind typische Problemfelder im
Bereich der Gebäudetechnik.