Lüftung in Bildungseinrichtungen häufig unzureichend

Das Umweltbundesamt hat bereits 2008 in dem Leitfaden zur Innenraumhygiene in Schulgebäuden hervorgehoben, dass regelmäßige Fensterlüftungen für eine gute Luftqualität unverzichtbar sind. Der Leitfaden enthielt bereits die Empfehlung, dass Unterrichtsräume zumindest in den Pausen für 5-10 Minuten mit weit geöffneten Fenstern stoßgelüftet werden sollten. Langzeitmessungen in Schulen haben gezeigt, dass diese Vorgaben in der Praxis häufig nicht umgesetzt werden.

Im Februar 2018 hat der Arbeitskreis Lüftung des Umweltbundesamtes die „Anforderungen an Lüftungskonzeptionen in Gebäuden – Teil I: Bildungseinrichtungen“ im Bundesgesundheitsblatt veröffentlicht. Der Arbeitskreis kommt zu der Einschätzung, dass eine Lüftung über Fenster allein zum Erreichen einer guten Innenraumluftqualität häufig nicht ausreicht. Er empfiehlt bei Neubauten oder Modernisierungen eine hybride Lüftung. Unter hybrider Lüftung versteht der Arbeitskreis eine Kombination von maschineller Grundlüftung und eine Zusatzlüftung über Fenster in den Pausen. Die Konzentration von Kohlendioxid (CO2) sollte eine Konzentration von 1000 ppm (Mittelwert über eine Unterrichtseinheit) nicht überschreiten. 

Quellen und weitergehende Informationen:

Empfehlung des Arbeitskreises Lüftung am Umweltbundesamt: „Anforderungen an Lüftungskonzeptionen in Gebäuden  – Teil I: Bildungseinrichtungen

2018-11-26T07:55:20+00:00